Ein Neuanfang für Schwerin

Warum engagierte Menschen den Unterschied machen

Es gibt Momente, die auf den ersten Blick unscheinbar wirken und doch den Beginn von etwas Neuem markieren. Die Wahl einer neuen Sektionsleiterin mag für Außenstehende wie eine gewöhnliche Personalentscheidung erscheinen. Tatsächlich ist sie aber ein Zeichen dafür, dass Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, Zeit zu investieren und sich für unsere freiheitlich-demokratische Gesellschaft einzusetzen. Gerade in einer Zeit, in der sicherheitspolitische Herausforderungen zunehmen und ehrenamtliches Engagement längst keine Selbstverständlichkeit mehr ist, verdienen solche Entscheidungen besondere Aufmerksamkeit. Deshalb freue ich mich sehr über die Wahl von Irene Wiens zur neuen Sektionsleiterin der Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V. in Schwerin (https://www.gsp-sipo.de/organisation/landesbereich-i). Sie eröffnet die Chance auf einen echten Neuanfang, neue Impulse und einen lebendigen sicherheitspolitischen Dialog in Mecklenburg-Vorpommerns Landeshauptstadt. Warum mich diese Entwicklung mit großer Zuversicht erfüllt, beschreibe ich in meinem aktuellen Beitrag.

Verantwortung beginnt mit Menschen, die bereit sind, sie zu übernehmen

Jede Organisation lebt von den Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Satzungen, Strukturen und Gremien schaffen zwar den organisatorischen Rahmen, doch erst engagierte Menschen füllen ihn mit Leben. Das gilt in besonderem Maße für die Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V., deren Auftrag es ist, sicherheitspolitische Bildung zu fördern, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen und den Dialog zwischen Bundeswehr, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und der interessierten Öffentlichkeit zu ermöglichen. Dieses Ziel lässt sich nicht verordnen. Es lebt vom ehrenamtlichen Einsatz derjenigen, die ihre Zeit, ihre Erfahrung und ihre Leidenschaft wie Irene Wiens in den Dienst der Sache stellen.

Mit ihrer Bereitschaft, dieses verantwortungsvolle Ehrenamt zu übernehmen, setzt sie ein wichtiges Zeichen. Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen die gesellschaftlichen Herausforderungen zwar aufmerksam verfolgen, sich aber immer seltener dauerhaft ehrenamtlich engagieren, ist eine solche Entscheidung alles andere als selbstverständlich. Verantwortung zu übernehmen bedeutet, Veranstaltungen zu organisieren, Referentinnen und Referenten zu gewinnen, Netzwerke zu pflegen, Diskussionen anzustoßen und Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen. Häufig geschieht dies im Hintergrund und ohne große öffentliche Aufmerksamkeit. Der eigentliche Lohn besteht nicht in persönlicher Anerkennung, sondern in dem Bewusstsein, einen Beitrag für unsere Gesellschaft geleistet zu haben. Ich verbinde mit dieser Wahl deshalb weit mehr als einen personellen Wechsel an der Spitze einer Sektion. Für mich ist sie der Beginn eines neuen Kapitels für die sicherheitspolitische Bildungsarbeit in Schwerin. Jeder Neuanfang bietet die Chance, Bewährtes zu erhalten und gleichzeitig neue Ideen einzubringen. Neue Menschen bringen neue Erfahrungen, andere Blickwinkel und eigene Netzwerke mit. Gerade diese Mischung aus Kontinuität und frischen Impulsen macht ehrenamtliche Organisationen langfristig erfolgreich und sorgt dafür, dass sie sich immer wieder an veränderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen anpassen können.

Als Landesbereichsleiter erfüllt es mich mit besonderer Freude, wenn engagierte Persönlichkeiten bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und unsere gemeinsame Arbeit aktiv voranzutreiben. Eine starke Gesellschaft für Sicherheitspolitik lebt nicht von einzelnen Personen, sondern von einem funktionierenden Netzwerk vieler Ehrenamtlicher, die sich gegenseitig unterstützen, voneinander lernen und gemeinsame Ziele verfolgen. Deshalb sehe ich der zukünftigen Zusammenarbeit mit Irene Wiens mit großer Zuversicht entgegen. Sie hat die Sektion bereits ad interim in schwierigen Zeiten geführt und wurde nun „richtig“ zur Sektionsleiterin gewählt. Ich bin überzeugt, dass sie die Sektion Schwerin auch weiterhin mit Engagement, Ideenreichtum und persönlichem Einsatz weiterentwickeln wird und damit einen wichtigen Beitrag dazu leistet, sicherheitspolitische Themen noch stärker in das gesellschaftliche Bewusstsein zu rücken.

Mein herzlicher Dank gilt zugleich allen, die sich in den vergangenen Jahren für die Sektion Schwerin eingesetzt haben. Ehrenamt baut immer auf den Leistungen derjenigen auf, die zuvor Verantwortung übernommen haben. Ein erfolgreicher Neuanfang gelingt deshalb nicht durch einen Bruch mit der Vergangenheit, sondern dadurch, auf einem soliden Fundament aufzubauen und dieses mit neuen Ideen weiterzuentwickeln. Die Gesellschaft für Sicherheitspolitik im Norden verbindet Erfahrung mit Erneuerung und schafft so die Voraussetzungen dafür, dass sicherheitspolitische Bildung auch künftig Menschen erreicht, zum Nachdenken anregt und den demokratischen Diskurs stärkt. Ich freue mich darauf, diesen Weg gemeinsam mit Irene Wiens, der Sektion Schwerin und vielen weiteren engagierten Mitstreiterinnen und Mitstreitern zu gehen.

Gemeinsam die Zukunft gestalten – Sicherheitspolitischer Dialog lebt vom Mitmachen

Sicherheitspolitik wird häufig mit internationalen Gipfeltreffen, militärischen Einsätzen oder politischen Entscheidungen in Berlin, Brüssel oder New York verbunden. Tatsächlich beginnt sie jedoch viel früher. Sie beginnt dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen, unterschiedliche Sichtweisen austauschen und ein gemeinsames Verständnis für die Herausforderungen unserer Zeit entwickeln. Hier schaffen wir Räume für einen offenen, sachlichen und überparteilichen Dialog. Unsere Veranstaltungen bringen Menschen mit unterschiedlichen beruflichen und persönlichen Hintergründen zusammen und leisten damit einen wertvollen Beitrag zur politischen Bildung sowie zur Stärkung unserer demokratischen Kultur.

Gerade die regionalen Sektionen übernehmen dabei eine Schlüsselrolle. Sie machen sicherheitspolitische Themen dort erlebbar, wo die Menschen leben, arbeiten und selbst Verantwortung übernehmen. Ob aktuelle geopolitische Entwicklungen, Fragen der Landes- und Bündnisverteidigung, Cybersicherheit, Bevölkerungsschutz oder die zunehmenden Herausforderungen durch hybride Bedrohungen, all diese Themen gewinnen an Bedeutung und betreffen uns unmittelbar. Umso wichtiger ist es, dass sie verständlich eingeordnet und in einem offenen Dialog diskutiert werden können. Die Sektion Schwerin verfügt über beste Voraussetzungen, sich als lebendiger Treffpunkt für diesen Austausch weiterzuentwickeln und neue Interessierte für die Arbeit der Gesellschaft für Sicherheitspolitik zu begeistern.

Ich blicke deshalb mit großer Zuversicht auf die kommenden Jahre. Gemeinsam mit Irene Wiens und ihrem Team möchte ich die Sektion auf ihrem weiteren Weg unterstützen und dazu beitragen, dass sie sich erfolgreich entwickelt. Mein Wunsch ist es, dass künftig zahlreiche hochwertige Veranstaltungen entstehen, die Menschen miteinander vernetzen, Denkanstöße geben und den sicherheitspolitischen Diskurs in Mecklenburg-Vorpommern bereichern. Dabei geht es nicht allein darum, Wissen zu vermitteln. Ebenso wichtig ist es, Brücken zwischen Bundeswehr, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und ziviler Gesellschaft zu bauen und gegenseitiges Verständnis zu fördern. Gerade in einer Zeit zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung sind solche Begegnungen von unschätzbarem Wert.

Unser erfolgreicher Landesbereich lebt davon, dass sich unsere Sektionen gegenseitig inspirieren, unterstützen und voneinander lernen. Genau darin sehe ich eine unserer größten Stärken. Wenn Erfahrungen geteilt, erfolgreiche Veranstaltungsformate weitergegeben und Netzwerke gemeinsam genutzt werden, entsteht ein Mehrwert, der weit über einzelne Veranstaltungen hinausreicht. Ich freue mich deshalb darauf, die Sektion Schwerin auf diesem Weg zu begleiten und gemeinsam neue Ideen zu verwirklichen. Gleichzeitig hoffe ich, dass viele weitere Menschen den Mut finden, sich selbst einzubringen – sei es als Mitglied, als Referentin oder Referent, als Unterstützer oder einfach als interessierter Gast. Jede Form der Beteiligung stärkt den gesellschaftlichen Dialog und trägt dazu bei, unsere freiheitliche Demokratie widerstandsfähiger zu machen.

Schlussgedanke

Die Wahl von Irene Wiens zur neuen Sektionsleiterin der Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V. in Schwerin ist für mich weit mehr als ein personeller Wechsel. Sie steht für den Mut, Verantwortung zu übernehmen, für die Bereitschaft, Zeit und Engagement in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen, und für die Überzeugung, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt dort wächst, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und bin überzeugt, dass wir gemeinsam einen erfolgreichen Neuanfang gestalten werden. Allen, die sich bereits heute ehrenamtlich engagieren oder künftig Verantwortung übernehmen möchten, gilt mein aufrichtiger Dank. Denn eine starke Gesellschaft entsteht nicht von selbst. Sie entsteht durch Menschen, die bereit sind, sich für sie einzusetzen.



Nils Wolk · Wo Entscheiden Folgen hat.

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